Von 300 bis auf 3.000 Meter bezaubert Sie Algund mit seiner Wanderwelt

Von 300 bis auf 3.000 Meter bezaubert Sie Algund mit seiner Wanderwelt
Sie können wählen zwischen einzigartiger Waalwege, Wanderwege vorbei an Wasserfällen und klaren Bergseen, bis hinauf zur Fundstelle des „Ötzi“. Rund 160 Km gut beschilderte Wander- und Spazierwege verheißen Urlaubsfreuden und alpine Bergerlebnisse.
Unser Tipp: geführte Wanderungen des Alpenvereins und Erlebnistouren mit Hans Kammerlander im Naturpark Texelgruppe.


Meraner Höhenweg

Der Höhenweg (Nummer 2<4) gehört zu den schönsten Rundwanderungen in Südtirol (Italien). Von einer Länge von 100km umrundet er in einer Höhe von ca. 1400m die Texelgruppe, dabei sind immer wieder Höhenunterschiede von einigen 100m zu überwinden.

Er wird in Süd- und Nordteil unterteilt. Während Sie im nördlichen Teil des Höhenwegs den höchsten Punkt am Eisjöchl (stolze 2.895m) erreichen können; können Sie im südlichen Teil z.B. am Hochganghaus auf 1.839m von Algund aus aufsteigen. Von dort aus können Sie einen wunderbaren Blick über das Vinschgau und Etschtal genießen. Allgemein kann man sagen, dass der südliche Teil von Mai bis November begehbar ist (einige sogar ganzjährig).

Für die gesamte Umwanderung benötigt man je nach Kondition und Etappenlängen zwischen 3 und 8 Tagen. Aber keine Angst, Sie werden regelmäßig Jausenstationen, Gasthöfe und Schutzhütten, die Essen und Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch Schutz vor Regen und Gewitter bieten. (bitte Öffnungszeiten beachten!)

Sehenswertes am Meraner Höhenweg und im Naturpark Texelgruppe
Viele Schönheiten der Natur zum genießen liegen am Höhenweg: eindrucksvolle Berggipfel, der Tschigat (2.998m), die Mutspitze (2.294m) und die Matatzspitze (2.179m). Weiteres sind der Partschinser Wasserfall, der mit einer Fallhöhe von 97m zu den höchsten Südtiroler Wasserfällen zählt; und die Spronser Seen, die höchstgelegene alpine Seenplatte in Südtirol mit 10 Bergseen auf einer Höhe von 2.117m bis 2.589m. Man trifft immer wieder auf mehrere Jahrhunderte alte Bergbauernhöfe, die die alpine Landschaft durch die Bewirtschaftung in der Zeit geprägt haben. Damals wurden die Bauernhöfe auf Grund von Platzmangel immer höher angelegt. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass die Bewirtschaftung in dieser Höhe zu der damaligen Zeit ziemlich schwer war.

Selbst in Algund gibt es Sehenswertes zu besichtigen: unter anderem die Pfarrkirche zum Hl. Josef, die alte Pfarrkirche zu St. Hippolyt und Erhard, das Kirchlein zum Heiligsten Dreifaltigkeit (Vellau), und vieles mehr.

Zugang von Algund
Der Meraner Höhenweg bietet viele Zugänge. Algund bietet ein besonders schönen: zuerst mit den Sessellift nach Vellau (906m) und dann nehmen Sie den Korblift, den so genannten Nostalgielift, weiter zur Leiteralm (1.450m, Telefon: 0473 44 86 60) am Meraner Höhenweg. So können Sie entspannt die Aussicht genießen und leicht und bequem den Höhenweg erreichen.

Falls Sie gleich sportlich loslegen möchten: Sie können auch gerne zu Fuß über den Weg Nr. 25 bzw. 25 A über Vellau die Leiteralm erreichen. Für geübte Wanderer gibt es auch die Möglichkeit den exponierten Felsenweg Nr. 22 zu benützen. Dieser Weg verläuft unterhalb des Meraner Höhenweges in Hochmut (1.361m) auf den Meraner Höhenweg trifft. Aber Achtung: dieser Weg ist nur für Schwindelfreie!


Waalweg

Über den idyllischen Algunder Waalweg und den berühmten Tappeinerweg erreichen Sie direkt die Altstadt Meran. Der nahezu ebene Waalweg führt entlang eines uralten Wasserlaufs durch Apfelgärten und vorbei an Weinbergen und mündet schließlich in den Tappeinerweg – eine der schönsten Höhenpromenaden Europas.

Waale sind uralte, künstlich angelegte Wasserläufe, die in einigen Gegenden auch heute noch zur Bewässerung der Felder und Wiesen dienen. Sie werden von größeren Wasserläufen abgeleitet, in künstlich angelegte Rinnen führen sie das Wasser mit geringem Gefälle die Berghänge entlang. Unterwegs wird durch kleine schleusenähnliche Abschaltungen das Wasser den Grundstücken der einzelnen Besitzer zugeleitet. Die Zuteilung der Wassermenge ist in einer eigenen Waalordnung festgelegt. Eine eigens von den Bauern mit der Betreuung und Beaufsichtigung der Waale beauftragte Person, der Waaler, hatte die Kontrolle über die Waale und die Wasserverteilung. Dieses Bewässerungssystem ist heute noch zeitgemäß und von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Die schmalen Wege entlang dieser Rinnsale laden Erholungssuchende zum Wandern, Entspannen und Fotografieren ein.

 
 

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